Kurz vor Weihnachten - Donnerstag, 17ter Dezember – machten Joni und ich uns morgens auf den Weg nach Cusco (Peru). Dies bedeutete eine zwoelfstuendige Busfahrt, die uns allerdings mit einigen Filmen und einem Semicama („Fast ein Bett“) versuesst wurden.
Nach ein paar Stunden sind wir dann an der bolivianisch-peruanischen Grenze angekommen und mussten zunaechst unseren Ausreisestempel an der bolivianischen Seite abholen. Alles ging gut, was vielleicht auch unser katholisches Missionarskaertchen unterstuetzt hat. Wir Voluntaere sind ja hier katholische Missionare. Ob man katholisch ist oder eben nicht, das ist egal. Auch wenn Joni zum Beispiel evangelisch ist, war es fuer sein Visum einfacher, katholischer Missionar zu sein ;)
Soweit, so gut. Draussen angekommen, wollten wir wieder in unseren Bus einsteigen, der aber leider nicht mehr da war. Zuerst dachten wir, dass wir eben die Abfahrt verpasst haetten und jetzt an der Grenze feststecken wuerden. Doch dann wurde uns klar, dass wir alleine zu der peruanischen Grenzstation laufen mussten, bei der wir dann auch unseren Bus des Unternehmens ‚Nuevo Continente’ wieder antrafen. Dort brauchten wir dann einen peruanischen Einreisestempel, der ziemlich begehrt war. Wir mussten eine halbe Ewigkeit Schlange stehen und waren insgesamt geschlagene 2 Stunden offiziell weder in Peru, noch in Bolivien. Wir waren in dieser Zeit praktisch illegal unterwegs. :P
Bei unserer Rueckkehr war das Ganze uebrigens etwas krasser! Klar war uns, dass wir wieder sehr lange warten werden mussten. Keiner rechnete aber damit, dass sich nur zwei Grenzbeamte mit den Stempeln der Reisenden beschaeftigten. Der „Supergau“ war jedoch: Einer der zwei Beschaeftigten war eifrig am stempeln, waehrend der andere Mittagspause zu machen schien. Gemuetlich sass er vor dem Fernseher und schaute immer mal wieder laechelnd auf, wie sich die Warteschlange vervielfachte.
Der Busfahrer meinte im Nachhinein, dass fuer 10Soles „Beschleunigungsgeld“ niemand haette so lange anstehen muessen.- Jaja, die Korruption!!
Endlich abends um 21Uhr in Cusco angekommen, suchten wir unser Hostel Pirwa auf, indem wir meinen Bruder und seine Freundin, Gabor und Nadine getroffen haben.
Wir sind noch kurz etwas trinken gegangen und dann auch schon frueh ins Bett.
Am naechsten Tag ging es naemlich schon um 3Uhr morgens los zu der sagenumwobenen und beruehmtesten Ruinenstaette der Inka, Machu Picchu.
Schon um 8Uhr standen wir am Eingang der verlorenen Stadt, die waehrend der spanischen Besatzung als Zufluchtsort der Inka gedient haben soll.
Schon die Bilder von Machu Picchu sehen beeindruckend aus. Man kann es sich also nur erahnen, wie faszinierend es ist, vor diesem Weltkulturerbe zu stehen.
Hier sieht man den 'Stadtplan' Machu Picchus. Die Inka haben hier die Felsformationen um die Stadt in Stein gemeisselt.
Am Samstag haben wir noch Cusco angeschaut und waren alle vier von der Kathedrale Cuscos beeindruckt. Obwohl normal keiner von uns von einer Kirche in die naechste springt, waren wir uns einig:
dies muss eine der schoensten Kathedralen der Welt sein!
Leider war es verboten innen Bilder zu machen.
Am Sonntag gingen wir das Ganze dann etwas gemuetlich an und haben einen Ausritt in der naeheren Umgebung Cuscos gemacht! Mein Pferd war nun wirklich am gewieftesten und hat keine Abkuerzung ausgelassen, sodass wir so gut wie immer Kopf der (Pferde-)Mannschaft waren ;)
Am Montag sind wir dann schon wieder in La Paz angekommen.
Gabor und Nadine haben sich die Stadt und die naehere Umgebung angeschaut, waehrend Joni und ich ab Dienstag wieder arbeiten mussten.
Ich bin jetzt voruebergehend (alle Projekte - bis auf die 4 Hogare, also Jungenheim, Maedchenheim etc. – werden waehrend den bolivianischen Ferien geschlossen) im Casa Esperanza, dem Jungenheim der FAI. Macht Spass mit den Jungs Fussball zu spielen und Ausfluege zu machen.
Am letzten Wochenende des Jahres sind dann Gabor, Nadine und ich nach Coroico, dem kleinen Doerfchen in den Yungas. Wir wanderten ein bisschen zu den Wasserfaellen.
War ganz schoen und wir hatten auch, wie schon in Machu Picchu, super Wetter.
Morgen (6.Januar) fliegt die Haelfte der Voluntaere schon nach Santa Cruz.
Dort findet unser Zwischenseminar statt. –Kaum zu glauben, dass wir jetzt schon Halbzeit haben!! Das nächste halbe Jahr geht jetzt glaube ich ganz/viel zu schnell vorbei!!
Saludos,
David
PS: Noch allen ein frohes, neues Jahr =)
Jeder hat an diesem Tag
irgendwas zu Essen mitgebracht. Alles wurde dann in die Mitte gelegt und jeder konnte von allem probieren.
ittwoch haben fuer den 'Día de los Muertos', wie es hier in Bolivien Tradition ist,
Brot gebacken.
Unterwegs waren Anna, Roger Chris, Joni und ich
Dieses Wochenende haben wir unseren monatlichen Gruppenausflug gemacht und sind nach
Cochabamba gefahren. Am Donnerstagabend ging es los und nach 8 Stunden sind wir dann in Cochabamba - der viertgroessten Stadt Boliviens - angekommen.
Die hoechste Stelle lag bei 5450m. Es hat dann noch angefangen zu schneien. Es war schon komisch, wenn man sich ueberlegt, dass ich mit Roger und Joni am Tag zuvor noch in
Coroico war, wo sommerliche Temparaturen herrschten.