Dienstag, 11. august 2009 2 11 /08 /2009 05:29
Planmaessig sollten wir von Mittwoch bis Sonntag in den Urwald gehen. Doch was heisst schon planmaessig in Bolivien. Hier muss man sich auf alles einstellen. Von Dienstag auf Mittwoch hat es in Rurrenabaque, dem Ausgangspunkt fuer viele Touren in den Regenwald geregnet. Da die Start- und Landebahn eine Wiese ist war es also viel zu rutschig und deshalb gefaehrlich ueberhaupt zu starten.

Wir starteten also erst am Donnerstag. Schon frueh morgens, um 5.30Uhr mussten wir in ‚el Alto’ (Flughafen) sein. Der Flug war aber richtig gut. Jeder Passagier hatte einen Fensterplatz und konnte die beeindruckende Aussicht geniessen. Das Flugzeug war naemlich nur fuer ca. 20 Leute ausgerichtet. Voll cool. Alles viel kleiner. In Rurrenabaque angekommen wurden uns auf einmal die enormen Unterschiede zwischen La Paz und Rurrenabaque deutlich. Wir waren jetzt nicht mehr auf 3600m Hoehe (oder wie in Achocalla, dem Vorbereitungsseminar auf 4300m!!), sondern nur noch ungefähr 200 Meter ueber dem Meeresspiegel. Wir konnten wieder laufen, ohne dass uns die Luft weggeblieben ist. Die Luft war nicht mehr so trocken, sondern tropisch feucht. Ausserdem habe ich mal wieder richtig viel ‚gruen’ gesehen. In La Paz haben wir noch keinen wirklichen Park gefunden. Das fehlt finde ich schon ein bisschen. Von diesem wahrscheinlich kleinsten Flughafen der Welt sind wir dann mit dem Jeep drei Stunden Richtung Pampas gefahren. Die Strassenverhaeltnisse waren einfach katastrophal :D. Schaut euch die Bilder an. Ihr werdet euch mit Sicherheit fragen: Strassen?? Das sieht doch eher aus wie ein schlechter Feldweg…!! Kaum zu glauben, dass ich auf diesen Strassen beim Rueckweg nahezu durchgeschlafen habe. Alle haben mich deshalb bewundert ;) Angekommen, sind wir dann mit einem kleinen Boot herumgefahren. Auf den folgenden Bildern seht Ihr, was wir alles gesehen haben. Die Nacht haben wir in „Rurre“ - wie hier alle zu Rurrenabaque sagen – verbracht. Am Abend haben wir uns mit einem echten schwaebischen Vesper gestaerkt. Padre José hatte alles dabei, was einen nur an Deutschland erinnern konnte. Blutleberwurstdosen, Nimm2, Gummibaerchen, Lemberger Wein und so weiter ;) Gestaerkt sind wir also am Freitag Richtung Dschungelcamp, mitten in den Madidi-Park gefahren. Wir haben mehrere Fuehrungen gemacht. Haben Affen, Schlangen, Schildkröten, Krokodile, Opossums, Froesche, Reiesenameisen, Riesenspinnen, Riesenschmetterlinge, Riesenhamster, etliche Voegel und Insekten und nicht zu vergessen cabezas de monos gesehen. Es waren Nachttouren und Bootsfahrten dabei. Ausserdem waren wir mit Padre José angeln. Jedoch bei Nacht. Um 2 Uhr sind wir wieder heimgekommen. Ich glaube wir sind die einzigen Touris, die um diese Zeit noch auf dem Fluss Beni unterwegs waren. Am Sonntag ging es dann wieder zurueck. Im hin haben wir ca. 6 Stunden Flussaufwaerts benoetigt. Im Zurueck genauso lang. Wir haben naemlich noch mal angehalten um 2 Stunden zu fischen. Die Ausbeute war jedenfalls gut. Der groesste Fisch (ihr koennt ihn unten sehen) wog minimal 20 Kg. In Rurrenabaque - nach einer eher kalten und windigen Fahrt – angekommen, haben wir dann erfahren, dass auch der Flug von Rurrenabaque nach La Paz gecancelt wurde. Es hatte geregnet und es herrschten also dieselben Umstaende wie am vergangenen Mittwoch. Toll!! Jetzt konnten wir erst einmal eine Unterkunft suchen. Nach einiger Zeit hatten wir dann endlich ein Zimmer. Die ‚amigos’ von unserer Agentur (Chalalan) haben uns bei der Suche auf die Sprünge geholfen. Heute morgen sind wir dann endlich in La Paz gelandet. Todmuede sind wir dann erstmal ins Bett gefallen. Die aerztliche Untersuchung fuer das Visa muessen wir jetzt auch noch nachholen. Diese waere naemlich heute morgen gewesen.
Hasta pronto, David


                         Die Anden.

                                                           Fluss Beni.

Und folgende Tiere haben wir gesehen:


 


                                                                                                       Diese Schlange sieht zwar giftig aus - ist sie aber nicht ;)                           Das sind Blattschneideameisen


                                                                                                       Hier sieht man einen  "Riesenhamster" ;) - eigentlich                                                                                                                         eine Schweineart...
Eine Tarantel.
                                                             Christian, una cabeza de mono und ich



von David
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