La Paz-Rurre...de un extremo a otro

Veröffentlicht auf von David

Planmaessig sollten wir von Mittwoch bis Sonntag in den Urwald gehen. Doch was heisst schon planmaessig in Bolivien. Hier muss man sich auf alles einstellen. Von Dienstag auf Mittwoch hat es in Rurrenabaque, dem Ausgangspunkt fuer viele Touren in den Regenwald geregnet. Da die Start- und Landebahn eine Wiese ist war es also viel zu rutschig und deshalb gefaehrlich ueberhaupt zu starten.

Wir starteten also erst am Donnerstag. Schon frueh morgens, um 5.30Uhr mussten wir in ‚el Alto’ (Flughafen) sein. Der Flug war aber richtig gut. Jeder Passagier hatte einen Fensterplatz und konnte die beeindruckende Aussicht geniessen. Das Flugzeug war naemlich nur fuer ca. 20 Leute ausgerichtet. Voll cool. Alles viel kleiner. In Rurrenabaque angekommen wurden uns auf einmal die enormen Unterschiede zwischen La Paz und Rurrenabaque deutlich. Wir waren jetzt nicht mehr auf 3600m Hoehe (oder wie in Achocalla, dem Vorbereitungsseminar auf 4300m!!), sondern nur noch ungefähr 200 Meter ueber dem Meeresspiegel. Wir konnten wieder laufen, ohne dass uns die Luft weggeblieben ist. Die Luft war nicht mehr so trocken, sondern tropisch feucht. Ausserdem habe ich mal wieder richtig viel ‚gruen’ gesehen. In La Paz haben wir noch keinen wirklichen Park gefunden. Das fehlt finde ich schon ein bisschen. Von diesem wahrscheinlich kleinsten Flughafen der Welt sind wir dann mit dem Jeep drei Stunden Richtung Pampas gefahren. Die Strassenverhaeltnisse waren einfach katastrophal :D. Schaut euch die Bilder an. Ihr werdet euch mit Sicherheit fragen: Strassen?? Das sieht doch eher aus wie ein schlechter Feldweg…!! Kaum zu glauben, dass ich auf diesen Strassen beim Rueckweg nahezu durchgeschlafen habe. Alle haben mich deshalb bewundert ;) Angekommen, sind wir dann mit einem kleinen Boot herumgefahren. Auf den folgenden Bildern seht Ihr, was wir alles gesehen haben. Die Nacht haben wir in „Rurre“ - wie hier alle zu Rurrenabaque sagen – verbracht. Am Abend haben wir uns mit einem echten schwaebischen Vesper gestaerkt. Padre José hatte alles dabei, was einen nur an Deutschland erinnern konnte. Blutleberwurstdosen, Nimm2, Gummibaerchen, Lemberger Wein und so weiter ;) Gestaerkt sind wir also am Freitag Richtung Dschungelcamp, mitten in den Madidi-Park gefahren. Wir haben mehrere Fuehrungen gemacht. Haben Affen, Schlangen, Schildkröten, Krokodile, Opossums, Froesche, Reiesenameisen, Riesenspinnen, Riesenschmetterlinge, Riesenhamster, etliche Voegel und Insekten und nicht zu vergessen cabezas de monos gesehen. Es waren Nachttouren und Bootsfahrten dabei. Ausserdem waren wir mit Padre José angeln. Jedoch bei Nacht. Um 2 Uhr sind wir wieder heimgekommen. Ich glaube wir sind die einzigen Touris, die um diese Zeit noch auf dem Fluss Beni unterwegs waren. Am Sonntag ging es dann wieder zurueck. Im hin haben wir ca. 6 Stunden Flussaufwaerts benoetigt. Im Zurueck genauso lang. Wir haben naemlich noch mal angehalten um 2 Stunden zu fischen. Die Ausbeute war jedenfalls gut. Der groesste Fisch (ihr koennt ihn unten sehen) wog minimal 20 Kg. In Rurrenabaque - nach einer eher kalten und windigen Fahrt – angekommen, haben wir dann erfahren, dass auch der Flug von Rurrenabaque nach La Paz gecancelt wurde. Es hatte geregnet und es herrschten also dieselben Umstaende wie am vergangenen Mittwoch. Toll!! Jetzt konnten wir erst einmal eine Unterkunft suchen. Nach einiger Zeit hatten wir dann endlich ein Zimmer. Die ‚amigos’ von unserer Agentur (Chalalan) haben uns bei der Suche auf die Sprünge geholfen. Heute morgen sind wir dann endlich in La Paz gelandet. Todmuede sind wir dann erstmal ins Bett gefallen. Die aerztliche Untersuchung fuer das Visa muessen wir jetzt auch noch nachholen. Diese waere naemlich heute morgen gewesen.
Hasta pronto, David


                         Die Anden.

                                                           Fluss Beni.

Und folgende Tiere haben wir gesehen:


 


                                                                                                       Diese Schlange sieht zwar giftig aus - ist sie aber nicht ;)                          Das sind Blattschneideameisen


                                                                                                       Hier sieht man einen  "Riesenhamster" ;) - eigentlich                                                                                                                         eine Schweineart...
Eine Tarantel.
                                                            Christian, una cabeza de mono und ich



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J
Hey David,<br /> du hast Bilder gemacht, die man sonst nur im Fernsehen oder in irgendwelchen Lexiken sieht. Und wenn man das alles live miterleben kann, dass ist der Hammer. Ich finde es wirklich faszinierend, was du in der kurzen Zeit schon alles erleben durftest. Da kommt Fernweh auf!!! Ganz viel Spaß und Erlebnisse <br /> Es grüßt aus good old Grosselfingen Juli
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O
Wow David !<br /> Echt unglaublich! Ich werd ja ganz neidisch ;-)<br /> So ne richtige Dschungletour, das ist auch mein Traum! Ich bin mal gespannt, wie la selva dominicana so ist... <br /> Dieses schweinartige Tier hab ich galub mal in der Wilhelma gesehen. Das ist mir voll in erinnerung geblieben, weil ich das so schön fand :-) Das hat mich grad daran erinnert, dass ich dich fragen wollt, ob sie in Bolivien auch Meerschweinchen essen?<br /> Ich denk an dich und deine tollen Erlebnisse :-)<br /> Grüßle Oli
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D
<br /> Hey, ich weiss jetzt net wirklich, ob man hier auch Meerschweinchen isst. Gehoert hab ich es schon oft. Gesehen oder gegessen aber noch nie ;) LG<br /> <br /> <br />
F
wow mir is beim lesen der artikel der mund aufgeklappt und nich mehr zugegangen. das is ja wie man sich das vorstellt. das is echt mal n abenteuer. meine poplige europareise is ja n scheiß dagegen.
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M
Hi David<br /> da gruselt es uns ja schon vom 'Fotos gucken', war das nicht sehr gefährlich ?<br /> Was ist denn eine 'Cabeza de Mono', das haben wir im Wörterbuch nicht gefunden, und aus dem Foto wirs ja auch nicht wirklich ersichtlich?<br /> Stinkt das, oder warum macht ihr so 'n Gesicht?<br /> Liebe Grüße
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D
<br /> Hey, cabeza de mono bedeutet uebersetzt 'Affenkopf'. Des heisst hier einfach so. Ich weiss nicht wieso. WIr haben auch offene gesehen. Von innen sehen sie aus wie Granataepfel. Sie stinken aber<br /> nicht!! ;) LG<br /> <br /> <br />
A
hey...<br /> also ich muss ja schon sagen, die bilder sind echt klasse.bestimmt toll so außergewöhnliche Tiere sehen zu können - von der Schlange mal abgesehn...ahhhhh:)ich seh schon ein ganz besonderes Erlebnis. im URWALD^^man kann sichs eig.kaum vorstellen.<br /> freu mich auf ganz viele Erzählungen mehr:)<br /> muchos saludos<br /> die annze
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