La Paz, Santa Cruz, Oruro, Arica, Muela del Diablo
Heute finde ich endlich wieder einmal die Zeit einen Blogeintrag zu machen.
Evo Morales und seine Partei MAS hatten ein Gesetz auf den weg gebracht, das Trunkenheit am Steuer verbietet. Da die (Mini-)Busfahrer jedoch nicht mit dieser Verordnung einverstanden sind, streiken sie heute und morgen. Da es fuer uns Volontaere zu gefaehrlich gewesen waere heute ins Zentrum zur Arbeit zu gehen, sind wir deshalb zu Hause geblieben. Schon irgendwie lustig, dass die Busfahrer im Prinzip ganz La Paz fuer 2 Tage lahm legen koennen…das ist eben Bolivien.
Fuer das Zwischenseminar sind wir Volontaere Anfang Januar nach Santa Cruz de la Sierra. Es war schoen und interessant zugleich, dass wir Fundación-Volontaere (10 Teilnehmer) uns mit ca. 25 anderen Freiwilligen - aus ganz Suedamerika - ueber unsere ersten 6 Monate austauschen konnten. Viele von ihnen haben Probleme. Einige werden kontrolliert, wenn sie ihre Wohnung verlassen, haben keinen Ansprechpartner und auch ihre Arbeitsbedingungen lassen oft zu wuenschen uebrig. Waehrend dieser Woche wurde mir bewusst, dass wir es ganz gut erwischt haben bei der Fundación.
Unabhaengig vom Seminar haben wir auch einige Ausfluege um Santa Cruz gemacht. Wir besuchten das Mariposario (Schmetterlingshaus), in dem wir viele Pflanzen und Tiere gesehen haben. Vor allem haben wir uns aber in den Schwimmbecken oder den Liegestuehlen ausgeruht.
Neben dem Mariposario haben wir die erlebnisreichste Taxifahrt unseres Lebens in
Richtung Lomas de Arena (Sandduenen) gemacht. Wir quetschten uns zuerst zu 12 in ein 8-er Taxi. Um es uns dann bequemer zu machen, sind zwischenzeitlich Jonathan und Chris auf dem Dach weitergefahren.
Hier in Bolivien ist gerade Regenzeit. Deshalb mussten wir durch immer tiefere Pfuetzen fahren. Einmal kam das Wasser sogar bis zur Motorhaube hoch.
Dann kam es, wie es eigentlich schon viel frueher haette kommen muessen: Unser Taxi ist steckengeblieben. Wir mussten alle aussteigen, schieben und durch die naechsten groesseren Pfuetzen laufen.
Bei den Duenen angekommen sind wir dann herumgelaufen, die Duenen hinuntergesprungen und haben in einer Lagune gebadet. Das Wetter war zudem recht gut.
Auf der Rueckfahrt hat der Taxifahrer dann ein Teil Schutzblech des Autobodens aufgesammelt. Ein Stein muss diesen Teil weggerissen haben. ;)
Alles in allem war das ein sehr erlebnisreicher und schoener Tag.
Am letzten Januarwochenende, war die Zeit dann schon wieder reif fuer einen Kurztrip. Weil wir uns einfach entspannen wollten, sind wir an die Pazifikkueste Chiles (Arica). Da bei uns in La Paz zur Zeit Regenzeit ist, kam es uns sehr entgegen, dass es in Arica nur einmal im Jahr fuer wenige Minuten regnet. Es soll eine der trockensten Regionen der Welt sein.
Logischerweise hatten wir sehr gutes Wetter. Wir haben am Strand gechillt und uns mit einem Bodyboard auf den Wellen vergnuegt.
Ca. 9h sind wir mit dem Bus dann wieder von Arica nach La Paz gefahren. Landschaftlich war dies die bisher schoenste Busfahrt hier in Suedamerika.
Die Fasnetshochburg hier in Bolivien ist Oruro, weshalb wir uns vor ca. 3 Wochen in die 3h von La Paz entfernte Carnavalstadt aufmachten. Weitestgehend wurde ich jedoch enttaeuscht.
Wir sassen hauptsaechlich auf der Tribuene, um den (schoenen) Umzug anzusehen. Es gab keine Bars wie bei uns, in denen gefeiert wurde. Die Leute sahen sich den Umzug von frueh morgens bis spaet in die Nacht an. Weiter ging nicht viel
Unser Volontaersausflug des Monats Maerz nutzten wir, um auf den Muela del Diablo zu wandern.
Macht es alle gut.
Saludos, Davíd